EnMap-Nutzungsvorbereitung zur Unterstützung der Hochschulforschung mit HyMap-Hyperspektraldaten (erfolgreich abgeschlossen)

EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) ist die erste deutsche hyperspektrale Satellitenmission, welche ab 2013 spektral und räumlich hochaufgelöste Daten zur Untersuchung ökosystemarer Parameter, z.B.im Bereich von Land- und Forstwirtschaft, Geologie, Bodendegradation, Küsten und Inlandgewässer.

Zur Vorbereitung der EnMAP Mission durch Hochschulen ist die Schaffung einer Datenbasis an hyperspektralen Fernerkundungsdaten erforderlich. Dazu werden im Sommer 2009 in unterschiedliche Testgebiete mit dem Sensor HyMap beflogen. Parallel zu den Überflügen werden Feldmessungen durchgeführt, welche die Auswertung der Fernerkundungsdaten unterstützen. Die so geschaffene Datenbasis stellt eine wichtige Grundlage für nachfolgende wissenschaftliche Auswertungen dar. So können bereits vor dem Start der eigentlichen Mission Verfahren für zukünftige EnMap Einsatzgebiete entwickeln bzw. bestehende Verfahren hinsichtlich Ihrer operationellen Anwendbarkeit mit EnMap hin überprüfen werden. Langfristig wird die Verfahrens- und Produktentwicklung in den umweltrelevanten Themenbereichen und somit die Stellung deutscher Hochschulen gestärkt.



Die CAU beteiligt sich mit der Durchführung einer Messkampagne im Naturpark Aukrug. Die Messungen lassen sich in drei Schwerpunkte unterteilen: In Kooperation mit dem LLUR wird die Nutzung von hyperspektralen Fernerkundungsdaten zur Optimierung des Monitorings von FFH-Lebensraumtypen untersucht. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Differenzierung von Waldtypen bzw. Baumarten und cross-compliance relevanten Landschaftselementen. Die Untersuchung der Gewässerqualität (Chlorophyll- und Schwebstoffgehalte, Trübung) der in dem Testgebiet befindlichen natürlichen und künstlichen Gewässer stellt den dritten Schwerpunkt dar.

 

Förderer:

Bundesministerium für Bildung und forschung, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

 

Zeitraum:

07/2009 bis 02/2010

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Natascha Oppelt

Projektmitarbeiter:

M. Locherer

 

Kooperationspartner:

Dr. Eberhard Tschach (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR))

 

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