Synergistische Fernerkundung im Flachwasser (Baltic Seagrass)

Um flächenhafte und synoptische Informationen über die Ausbreitung von Seegraswiesen in der Ostsee zu bekommen, zielt diese Projekt darauf ab, die Möglichkeiten verschiedener Fernerkundungstechniken für das Seegras-Monitoring zu untersuchen.

Seegraswiesen stellen in der Ostsee essentielle Habitate im küstennahen Flachwasserbereich dar und wirken sich durch ihre Wellenenergie-reduzierenden Eigenschaften positiv auf den Küstenschutz aus.  Ihre Sensitivität auf Umweltveränderungen machen sie außerdem zu einem wichtigen Indikator der Wasserqualität und des ökologischen Zustands von Küstengewässern. Das Monitoring von Seegräsern durch tauchbasierte Kartierungen kann die zeitliche Variabilität und räumliche Ausdehnung der Seegraswiesen in der Ostsee nicht vollständig erfassen. Die sich andeutende Re-Eutrophierung der Ostsee verringert die Sichttiefe und fördert das Algenwachstum was sich wiederum negativ auf den ökologischen Zustand der Seegraswiesen auswirkt.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem EU Projekt ECOMAP der Kieler Gruppe „Marine Geophysik und Hydroakustik“ durchgeführt.

Mithilfe analytischer und empirischer Modellierungen sowie in situ Messkampagnen an küstennahen Seegraswiesen bei Heidkate, nordöstlich von Kiel, folgende Fragen beantwortet werden:

  • Können Seegraswiesen und deren Gesundheitszustand mit Satellitensensoren wie Sentinel-2 MSI erfasst werden?
  • Bis in welche Wassertiefe können Seegräser detektiert werden?
  • Welche Synergien ergeben sich aus der kombinierten Nutzung von Satellitenfernerkundung, hydroakustischen Techniken, luftgestützten Lidar-Techniken und Drohnen-Befliegungen?
  • Können mit historischen Luftbildern Aussagen zu früheren Ausdehnungen der Seegraswiesen getroffen werden?

 

Förderer: KMS Kiel Marine Science - Centre for Interdisciplinary Marine Science at Kiel University

FKZ: KMS1701

Zeitraum: 5/2018 - 12/2019

Projektleitung: Prof. Dr. Sebastian Krastel, Prof. Dr. Natascha Oppelt

Projektmitarbeiter: Katja Dörnhöfer

Links: https://www.marinegeophysik.ifg.uni-kiel.de/de/projekte/ecomap